
Wann wird Massage angewandtMechanische Wirkungen:Eine direkte mechanische Wirkung erfolgt durch Druck und Zug in den drei Hautschichten, dem Bindegewbe, den Muskeln, Sehnen und dem Kapselbandapparat.Dabei werden Nerven, Lymphgefäße und Blutgefäße mit eingeschlosssen. Narben und Verklebungen (Adhäsionen) zwischen den unterschiedlichen Geweben können durch eine gezielte Massagetherapie gelöst werden. Neurophysiologische Wirkungen:Der Therapeut wird bei einigen Massagetechniken die Gelenke des Patienten während der Massage mitbewegen. Durch diese Bewegungen werden Impulse ausgesandt, die Bewegungsfühler (Propriozeptoren) und Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) in Gelenke und Muskulatur stimulieren. Diese hemmen so auf reflektorischem Weg die Schmerzwahrnehmung. Die Massage regt die Durchblutung an und steigert den Muskelstoffwechsel, somit könnenschmerzerzeugende Substanzen abtransportiert werden. Psychische Wirkungen:Bei vielen Erkrankungen innerhalb einer Rehabilitation ist oftmals dieRegenerationsfähigkeit und Stresstoleranz herabgesetzt. Massagen entsprechen daher häufig dem Patientenbedürfnis nach menschlicher Zuwendung, wohltuender Ruhe und psychischer Entspannung. Fazit: Die klassische Massage wird eingesetzt zur: Förderung der Durchblutung Lockerung, Dehnung und Entkrampfung der Muskulatur und zum besseren Abtransport von Stoffwechselprodukten (Schlacken). |
Anwendungsgebiete der klassischen MassageSie wird bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates angewendet. Diessind, um nur einige wenige zu nennen: Morbus Bechterew, Morbus Scheuermann, Skoliosen, Lumbago, Schulter- und Hüftgelenksschmerzen, Myalgien und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Zur Nachbehandlung von Muskelverletzungen. Auch Sportler, vor allem im Leistungssport verwenden prophylaktisch (vorbeugend) klassische Massage. Sie dient zur Vorbereitung der Muskulatur auf sehr starke Belastung, zwischendurch zur Lockerung und Entkrampfung (Detonisierung), sowie im Anschluß als Entmüdungsmassage. Auch für Personen, die einer ständig einseitigen Belastung vor allem im Beruf, z.B. Friseure, Zahnärzte, Serviererinnen oder Fliesenlegen, ausgesetzt sind, ist eine klassische Massage von großem Nutzen. Sie dient hier vorbeugend vor schwerwiegenden Erkrankungen des Bewegungsapparates. Gegenanzeigen (Kontraindikationen)Akute Bandscheibenvorfälle, Entzündungen von Nerven (Neuralgien) und spezielle Muskelerkrankungen (Myopathien) dürfen nicht mit der klassischen Massage behandelt werden. |